
Nach meinem
letzten Tasting habe ich mich gefragt, wie ich nun schlussendlich alle gewonnenen Eindrücke am Besten zusammenfasse und dem verkosteten Wein irgendwie ein Urteil oder eine Bewertung zukommen lasse.
Gar nicht so trivial, wenn man plötzlich selber mal gefordert ist. Dabei finden sich doch Bewertungen für Weine doch mittlerweile en masse. So gut wie in jedem Online Shop werden die Weine beschrieben und auch bewertet. Einmal 89 Punkte, 4 von 5, drei goldene Trauben, und und und.
Auch Supermärkte und Discounter greifen in der Anpreisung ihrer zu verkaufenden Ware gerne auf Bewertungen von renommierten Weinkennern zurück. Schliesslich kann die Empfehlung eines Profis ja nur gut sein, oder?
Auch ist mir aufgefallen, dass man bei deutschen Weinen gelegentlich einen einen goldenen, silbernen oder bronzenen Aufkleber entdeckt - in der Regel ein Signal für ein Prämierung des Weins durch die Landwirtschaftskammer.
In der Regel sollen diese Bewertungen für den Konsumenten eine Orientierung in der übergroßen Welt der Weine bieten, lassen aber auch gleichzeitig eine bestimmte Qualität vermuten.
Einer der bekanntesten Kritiker ist Parker, der die die Weine nach Parker Punkten bewertet. Sein Urteil hat in der Weinwelt ein hohes Gewicht und beeinflusst angeblich auch die Preise, die Winzer für Ihre Produkte verlangen können. Da kann es auch schonmal vorkommen, dass ein Wein kurz nach Bekanntwerden der Bewertung in kurzer Frist ausverkauft ist.
Doch was sagen diese Punkte eigentlich aus? Gilt die Aussage, je mehr Punkte, desto besser und vor allem auch desto teurer ist der Wein? Was sind die Kriterien, die hierfür maßgeblich sind?
Es wird wohl Zeit mal ein bisschen mehr darüber in Erfahrung zu bringen. Und wieso dann nicht auch gleich mit dem bekanntesten Kritiker beginnen.